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Studienvoraussetzungen

Masterstudium innerhalb eines Aufstiegsverfahrens

Zum Masterstudium können Beamtinnen und Beamte des Bundes zugelassen werden, die das Studium im Rahmen eines Aufstiegsverfahrens in den höheren nichttechnischen Verwaltungsdienst absolvieren.

Bewerbungen um einen Studienplatz erfolgen auf eine entsprechende Stellenausschreibung der jeweiligen Dienstbehörde. Die Zulassung zum Studium setzt den erfolgreichen Abschluss eines in der Regel zwei- bis dreitägigen Auswahlverfahrens voraus.

Voraussetzung für die Zulassung zum Auswahlverfahren ist, dass die Bewerberinnen und Bewerber die Laufbahnbefähigung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst des Bundes besitzen sowie über einen Bachelor- oder gleichwertigen Hochschulabschluss verfügen (§ 4 MPAFHBundV). Ferner müssen sie die laufbahnrechtliche Probezeit erfolgreich absolviert, sich in einer Dienstzeit nach Ablauf der Probezeit von mindestens drei Jahren bewährt und bei Ablauf der Ausschreibungsfrist das 58. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (§ 36 Absatz 2 BLV).

Die zuständige Dienstbehörde kann auf der Grundlage der dienstlichen Beurteilungen und sonstiger Anforderungen eine Vorauswahl für die Teilnahme am Auswahlverfahren treffen (§ 36 Absatz 5).

Mit der Durchführung der Auswahlverfahren kann auch die HS Bund beauftragt werden (§ 36 Absatz 3 BLV). In der bisherigen Praxis haben fast alle Behörden von dieser bewährten Option Gebrauch gemacht.

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Masterstudium von Tarifbeschäftigten (vergleichbar zum Aufstiegsverfahren)

Zum Masterstudium können Tarifbeschäftigte entsprechend den Aufstiegsbeamtinnen und -beamten zugelassen werden. Voraussetzung ist, dass sie in eine der Entgeltgruppen 9b bis 12 eingruppiert sind und Verwaltungstätigkeiten in der Bundesverwaltung ausüben. Die Bewerberinnen und Bewerber durchlaufen ggf. ein Auswahlverfahren zusammen mit den Beamtinnen und Beamten, die das Studium im Rahmen eines Aufstiegsverfahrens in den höheren Verwaltungsdienst absolvieren.

Weitere Regelungen für das Studium der Tarifbeschäftigten enthält das Rundschreiben des Bundesministeriums des Innern vom 11. Oktober 2011 (Az. D 5 - 220 231-2/6).

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Masterstudium außerhalb eines Aufstiegsverfahrens

Bislang war es nur Aufstiegsbeamtinnen und Aufstiegsbeamten möglich, am Masterstudiengang teilzunehmen. Infolge des überaus großen und weiter steigenden Interesses in der Bundesverwaltung wurde der Studiengang im Jahr 2014 jedoch für Beamtinnen und Beamte geöffnet, die das Masterstudium außerhalb eines Aufstiegsverfahrens in den höheren Dienst absolvieren (sog. Nicht-Aufsteiger).

Über die Zulassung der sog. Nicht-Aufsteiger entscheidet die HS Bund auf Grund eines Auswahlverfahrens. Bewerberinnen und Bewerber müssen eine Laufbahnbefähigung für den gehobenen Dienst besitzen oder als Tarifbeschäftigte in einer der Entgeltgruppen 9b oder höher eingruppiert sein und überwiegend Verwaltungstätigkeiten ausüben. Zudem müssen sie über einen Bachelor- oder gleichwertigen akademischen Abschluss verfügen, bei dem mindestens 180 ECTS-Punkte erworben wurden oder die Regelstudienzeit mindestens sechs Semester betragen hat.

Klarstellend wird darauf hingewiesen, dass die Studierenden, die nicht an einem Aufstiegsverfahren teilnehmen, mit erfolgreichem Studienabschluss keinen Rechtsanspruch auf Aufstieg in den höheren Verwaltungsdienst erwerben; die Ausschreibungspflicht nach § 4 Absatz 1 Bundeslaufbahnverordnung gilt uneingeschränkt. Auch besteht für Studierende, die kein Aufstiegsverfahren durchlaufen, während des Masterstudiums kein Rechtsanspruch gegen den Dienstherrn auf Freistellung.

Das Masterstudium der sog. Nicht-Aufsteiger ist entgeltpflichtig. Die Höhe des Studienentgelts wird für jeden Studienjahrgang durch den Präsidenten der HS Bund festgelegt. Für den Studienjahrgang 2017 beläuft sich das Studienentgelt auf 390 Euro pro Monat (Gesamt: 11.700 Euro).

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Gasthörerstudium

Auf Grund des wachsenden Fortbildungsbedarfs in der Bundesverwaltung stehen die einzelnen Module des Masterstudiengangs den Beschäftigten des Bundes auch im Rahmen eines Gasthörerstudiums zur Verfügung. Das Gasthörerstudium führt nicht zum Erwerb eines akademischen Grades.

Im Rahmen des Gasthörerstudiums können grundsätzlich bis zu vier Basis-, Aufbau- oder Wahlmodule mit einer Prüfungsleistung abgeschlossen werden. Über das Bestehen der Modulprüfungen stellt die HS Bund den Gasthörerinnen und Gasthörern auf Antrag ein Zertifikat als Ausbildungsnachweis aus (§ 23 MPAFHBundV).

Das Gasthörerstudium ist entgeltlich. Die Studienentgelte für das Studium einzelner Module als Gasthörerin oder Gasthörer legt der Präsident der HS Bund auf Grundlage einer Kalkulation fest.

Über die Zulassung zum Gasthörerstudium entscheidet die HS Bund auf Grundlage ihrer "Zulassungsordnung für Beschäftigte des Bundes zum Masterstudium 'Master of Public Administration' als Gasthörerinnen und Gasthörer" vom 16. November 2016.

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Stand: 7. August 2017



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