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Schriften zur Extremismus- und Terrorismusforschung

Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung (JET)

Das Jahrbuch erscheint seit 2008 unter der Herausgeberschaft des Politikwissenschaftlers Armin Pfahl-Traughber und will kontinuierlich Analysen aus den im Titel angesprochenen Themenbereichen veröffentlichen. Es versteht sich insbesondere als Forum für Autoren aus den Sicherheitsbehörden, die darin ihre persönliche Sicht der Dinge auf wissenschaftlicher Grundlage darstellen können. Darüber hinaus will das JET auch Beiträge von Experten zu den Themen Extremismus und Terrorismus aus Hochschulen, Instituten oder Stiftungen veröffentlichen. Im Unterschied zu anderen Jahrbüchern mit ähnlicher inhaltlicher Ausrichtung finden sich darin nur Aufsätze zu den im Titel genannten Schwerpunkten Extremismus und Terrorismus. Es gibt demnach keine Beiträge zur Demokratietheorie, keine Erörterungen zur Strukturreform der Sicherheitsbehörden und auch keine Rezensionen neuerer Literatur zu Extremismus und Terrorismus. Wie bei wissenschaftlichen Projekten üblich steht jeder Autor für seinen Beitrag, d. h. er trägt dafür die alleinige Verantwortung und der Inhalt kann auch nicht pauschal seiner jeweiligen Behörde zugerechnet werden. Die Aufsätze des Jahrbuchs werden in die Kategorien "Grundsatzfragen", "Rechtsextremismus", "Linksextremismus", "Islamismus" und "Terrorismus" eingeteilt. Bei Gelegenheit sollen aber auch noch weitere Schwerpunkte, die etwa auf ideologische Besonderheiten oder vergleichende Dimensionen zielen, Aufnahme finden. Das JET erscheint in der von der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl herausgegebenen Reihe "Schriften zur Extremismus- und Terrorismusforschung", worin auch gesonderte Monographien und Sammelbände zum Thema Aufnahme finden.

Der erste Band des JET enthält als Beiträge zu Grundsatzfragen Definitionen von Extremismus und Terrorismus aus politikwissenschaftlicher (Armin Pfahl-Traughber) und juristischer Sicht (Gunter Warg). Zum Thema Rechtsextremismus finden sich Texte zu Rechtsextremismus und Kapitalismuskritik (Richard Stöss), dem Verständnis von Rechtsextremismus als sozialer Bewegung (Thomas Grumke), der Parlamentsarbeit der NPD im Sächsischen Landtag (Alexander Schulze), der Vier-Säulen-Strategie der Partei (Eckhard Jesse), dem Neonazismus im NPD-Organ "Deutsche Stimme" (Walter Jung), der Bedeutung jugendlicher Subkulturen für den deutschen Rechtsextremismus (Christian Menhorn), einigen ausgewählten rechtsextremistischen Jugendzeitschriften (Thomas Pfeiffer) und der Leugnung und Relativierung des Holocaust (Elmar Vieregge). Die Aufsätze zum Linksextremismus widmen sich einer Bilanz zur DKP als ehemaligem Interventionsapparates der SED und einer Einschätzung der Achtundsechziger zwischen legitimer Gesellschaftskritik und totalitärer Heilslehre (beides Armin Pfahl-Traughber). Beim Thema Islamismus geht es um zeitgenössische Ideologen der Muslimbruderschaft (Olaf Farschid/Eckkehard Rudolph) und Sayyid Abul A’ la-Maududis Schrift "Als Muslim leben" (Khadija Katja Wöhler-Khalfallah). Und schließlich findet man noch Texte zur Terrorismusfinanzierung im internationalen Finanzsystem (Peter El-Samalouti) und zum Zusammenhang von Staatszerfall und Terrorismus (Kai Hirschmann).

Kontakt:
Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber
Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Willy-Brandt-Str. 1, 50321 Brühl
E-Mail: Armin.Pfahl-Traughber@fhbund.de

Redaktion:
Wissenschaftlicher Dienst
Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Willy-Brandt-Str. 1, 50321 Brühl

Vertrieb: 0228 99 / 629-6217

Stand: 22. Juli 2009



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