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Fachangestellte/ Fachangestellter für Bürokommunikation

Für die dreijährige Ausbildung zur/zum Fachangestellten für Bürokommunikation an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung stehen Verwaltungstätigkeiten und der Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln im Mittelpunkt.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung zur/zum Fachangestellten für Bürokommunikation erfolgt in verschiedenen Aufgabengebieten der Hochschule. So werden während der Ausbildung verschiedene Bereiche wie z. B. Personal, IT / Organisation, Budgetmanagement und Gebäudemanagement durchlaufen.

Dort lernen die Auszubildenden zum Beispiel:

  • wie Schriftstücke und Protokolle nach inhaltlichen Vorgaben entworfen werden
  • wie Rechnungen geprüft sowie Haushaltsüberwachungslisten geführt werden
  • wie man Diest- und Geschäftsordnungen anwendet
  • wie man betreibliche Arbeits- und Organisationsmittel fachgerecht handhabt sowie wirtschaftlich und umweltgerecht einsetzt
  • worauf man bei der Bearbeitung des Postein- und -ausgangs achten muss
  • wie Registraturarbeiten durchgeführt werden
  • wie Daten für die Erstellung von Statistiken beschafft werden, wie man diese aufarbeite, darstellt und wie Statistiken ausgewertet werden
  • wie man Reiseunterlagen beschafft, Zimmer reserviert und Reisekosten abrechnet
  • welche verschiedenen Pflichten und Rechte Auszubildende, Arbeiter/innen, Angestellte und Beamt/innen haben

Weiter verwaltungsbezogene Fachkenntnisse werden den Auszubildenden durch das Ludwig-Erhardt-Berufskolleg in Bonn sowie im Rahmen der dienstbegleitenden Unterweisungen im Bundesverwaltungsamt Köln vermittelt. Diese finden jeweils zweimal jährlich im Blockunterricht für die Dauer von sechs Wochen statt. Zudem findet mindestens einmal in der Ausbildung ein zweiwöchiges Lernbüro in einer nachgestellten Behörde statt.

Erforderliche Nachweise

Voraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung sind:

  • das während der Ausbildung in Form eines Ausbildungsnachweises geführte Berichtsheft
  • die Teilnahme an der Zwischenprüfung

Prüfungen

Zwischenprüfung

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird eine Zwischenprüfung durchgeführt. Sie besteht aus schriftlichen Aufgaben und soll in der Mitte des 2. Ausbildungsjahres stattfinden.

Sie erstreckt sich auf die Inhalte der betrieblichen Ausbildung des 1. Ausbildungsjahres und den Lehrstoff des Berufsschulunterrichts, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung und erstreckt sich auf die Inhalte der betrieblichen Ausbildung und den Stoff des Berufsschulunterrichts, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

In der schriftlichen Prüfung, die insgesamt höchstens 4 1/2 Stunden dauert, wird in den folgenden Prüfungsfächern je eine Arbeit angefertigt:

  • Bürowirtschaft
  • Verwaltung
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

In der praktischen Prüfung, die insgesamt höchstens 3 Stunden dauert, werden in den folgenden Fächern Aufgaben bearbeitet:

  • Textverarbeitung: Bearbeiten einer praxisbezogenen Aufgabe zur Textformulierung und -gestaltung und zur formgerechten Briefgestaltung
  • Assistenz- und Sekretariatsaufgaben: Bearbeiten einer von zwei zur Wahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben aus dem Gebiet Assistenz- und Sekretariatsaufgaben mit Arbeits- und Organisationsmitteln
  • Bürgerorientiertes Verwaltungshandeln im Fachbereich: Bearbeiten einer Fachaufgabe, wobei zu zeigen ist, dass Aufgaben im Rahmen des Verwaltungsverfahrens und der Rechtsanwendung praxisbezogen und bürgerorientiert erledigt werden können, sowie ein anschließendes Prüfungsgespräch

Bei nicht eindeutigen Prüfungsergebnissen in der schriftlichen Prüfung kann eine zusätzliche ergänzende mündliche Prüfung durchgeführt werden.

Die Prüfung ist bestanden, wenn im Gesamtergebnis und in mindestens zwei der schriftlichen und der praktischen Prüfungsfächer mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.

Prüfungswiederholung

Nicht bestandene Abschlussprüfungen können nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) zweimal wiederholt werden.

Prüfende Stelle

Die Abschlussprüfung wird von Prüfungsausschüssen abgenommen, die von der jeweils zuständigen Stelle der Bundesländer errichtet werden.

Berufsbezeichnung

Die Berufsbezeichnung nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung lautet: Fachangestellte für Bürokommunikation / Fachangestellter für Bürokommunikation.

Ausbildungsform

Es handelt sich um eine duale Ausbildung, die nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bundesweit geregelt ist.
Die Ausbildung erfolgt überwiegend im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

Ausbildungsentgelt

Das Ausbildungsentgelt richtet sich nach dem TVAöD und beträgt momentan für das

  1. Ausbildungsjahr 753,26 €
  2. Ausbildungsjahr 843,20 €
  3. Ausbildungsjahr 889,02 €

Berufsfeldzuordnung

Der Ausbildungsberuf ist dem Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung Schwerpunkt Bürowirtschaft und kaufmännische Verwaltung zugeordnet (Berufsfeld I Schwerpunkt B).

Rechtsgrundlagen

  • Tarifvertrag Ausbildung im öffentlichen Dienst (TVAöD) allgemeiner Teil
  • Tarifvertrag Ausbildung im öffentlichen Dienst (TVAöD) besonderer Teil
  • Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Fachangestellten für Bürokommunikation
  • Rahmenplan für den Ausbildungsberuf Fachangestellte/r für Bürokommunikation, Beschluss der Kultusministerkonferenz
  • Berufsbildungsgesetz (BBiG)
  • Jugenarbeitschutzgesetz (JArbSchG)



Die Ausbildung des "Fachangestellten für Bürokommunikation" wird im Jahr 2014 von dem Berufsbild "Kaufmann/-frau für Büromanagement" abgelöst.

Stand: 6. November 2014



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