Wanderausstellung verlässt die FH Bund
Pressemitteilung
Nach einem vierwöchigen Aufenthalt hat die Wanderausstellung der Bundeszentrale für politische Bildung und des Deutschen Historischen Museums Berlin "Einmischung erwünscht! 60 Jahre Grundgesetz" die FH Bund wieder verlassen.
In der Zeit vom 19. August 2009 bis 15. September 2009 haben viele Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit genutzt sich mit der Geschichte des Grundgesetzes auseinanderzusetzen.
Wanderausstellung 60 Jahre Grundgesetz
Dies war den Besucherinnen und Besuchern auch durch Abstimmungen möglich. Demnach konnte man darüber abstimmen, welcher Artikel des Grundgesetzes der Wichtigste ist. Mit einem Ergebnis von 40,2 % ist Artikel 5 Grundgesetz als Sieger dieser Abstimmung hervorgegangen, gefolgt von Artikel 1 Grundgesetz auf Platz 2 und Artikel 2 Grundgesetz auf Platz 3.
Die Frage, ob man das Wahlrecht bereits ab der Geburt ausüben sollte, wurde klar mit Nein beantwortet. 35,1 % der Besucherinnen und Besucher befürworteten ein Wahlrecht ab der Geburt. Demgegenüber standen 64,9 % der Besucherinnen und Besucher, die dieses Recht ablehnen.
Wanderausstellung 60 Jahre Grundgesetz
Bei der Frage nach der Direktwahl des Bundespräsidenten sieht das Ergebnis etwas anders aus. 64,8 % der Besucherinnen und Besucher sind dafür den Bundespräsidenten direkt vom Volk wählen zu lassen. Demgegenüber stehen 35,2 %, die für die Beibehaltung des derzeitigen Verfahrens plädieren.
Einige Schulen nutzten die Gelegenheit, um ihren Schülerinnen und Schülern das Jubiläum unseres Grundgesetzes auf eine etwas andere Art näher zu bringen. Die Ausstellung befasst sich mit Themen, die in den 60 Jahren der Bundesrepublik Deutschland im Mittelpunkt von politischen Debatten standen und stehen und zu der Entwicklung unserer Demokratie beigetragen haben.
Das Begleitprogramm zu der Wanderausstellung umfasste zwei Veranstaltungen.
Bärbel Dieckmann, Prof'n. Dr. Yvonne Dorf, Thomas Krüger (v.l.n.r.)
Am 1. September 2009 diskutierten die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Bärbel Dieckmann und der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger zu dem Thema "60 Jahre Grundgesetz. Von Bonn nach Berlin". Hier standen nicht nur die "zwei" deutschen Hauptstädte zur Diskussion, auch die Mitbestimmungsmöglichkeiten unserer Demokratie und die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland waren Diskussionsthemen. Diese Diskussion wurde von Prof'n. Dr. Yvonne Dorf (FH Bund) moderiert.
Die Abschlussveranstaltung am 15. September 2009 stand unter dem Titel "Gelebte Verfassung – Zivilgesellschaftliches Engagement in Deutschland". Herr Dr. Gregor Rosenthal, Geschäftsführer des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT), präsentierte die Arbeit des BfDT und die Möglichkeiten der Zivilcourage in unserer Gesellschaft.
Prof'n. Petra Sachsenheimer, Dr. Gregor Rosenthal, Prof. Klaus Feßmann (v.l.n.r.)
Im Anschluss daran präsentierten Prof. Klaus Feßmann und Prof'n. Petra Sachsenheimer das Projekt "ReSonanz & AkzepTanz". Dieses Projekt ist ein Spiel- und Lernprojekt, mit einer völlig neuen Form der Musik- und Kulturvermittlung für Schulen. Es trägt auch in erheblichem Maße gewaltpräventive Aspekte in sich. Hierfür arbeiten die Philharmonie Essen und das Orff-Institut der Universität Mozarteum mit der Herbartschule in Essen zusammen.
Die Herbartschule befindet sich in "einem als außerordentlich schwierig zu bezeichnenden Stadtbezirk der Stadt Essen". Sie hat einen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund von über 80 %. Daher war die Herbartschule Aufhänger für dieses Projekt. Dieses Projekt wurde im Jahr 2008 mit dem Preis "Aktiv für Demokratie und Toleranz" von dem BfDT ausgezeichnet. Weitere Informationen finden Sie unter www.resonanz-akzeptanz.de.
Die Wanderausstellung "Einmischung erwünscht! 60 Jahre Grundgesetz" wird demnächst in Weimar zu besichtigen sein.
Stand: 22. September 2009
