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Die Geschichte der FH Bund

Die Grundkonzeption

Die Grundkonzeption für die Reform der Verwaltungsausbildung für den gehobenen Dienst wurde zu Beginn der 70er Jahre vor dem Hintergrund tiefgreifender Reformgedanken zum Verwaltungs- und Bildungsbereich entwickelt. Durch das zweite Gesetz zur Änderung beamtenrechtlicher Vorschriften vom 18. August 1976 entschied der Gesetzgeber, die Ausbildung für die Laufbahnen des gehobenen Dienstes als Studiengang einer Fachhochschule einzurichten. Damit wurden für die Laufbahnen des gehobenen nichttechnischen Dienstes dieselben Voraussetzungen geschaffen wie für Technikerinnen und Techniker, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer und andere Laufbahnen. Die Länder richteten daraufhin Fachhochschulen für den öffentlichen Dienst ein. Vor der Errichtung einer Fachhochschule für den Bundesbereich mit der Aufgabe der Durchführung der Fachstudien innerhalb des Vorbereitungsdienstes für Laufbahnbewerberinnen und Laufbahnbewerber des gehobenen nichttechnischen Dienstes sowie im Rahmen der Einführung für Aufstiegsbeamtinnen und -beamte in der Bundesverwaltung waren einige Grundentscheidungen zu treffen.

Die erste Grundentscheidung für den Bundesbereich war, ebenso wie die Länder eine verwaltungsinterne Fachhochschule ohne Rechtsfähigkeit einzurichten. Damit sollte gewährleistet werden, dass die Ausbildung der Nachwuchskräfte des gehobenen nichttechnischen Dienstes bedarfsbezogen und praxisgerecht ausgerichtet wird.

Eine weitere Grundentscheidung betraf die Frage, ob man eine fachrichtungsübergreifende Fachhochschule oder mehrere auf die einzelnen Laufbahnen ausgerichtete Fachhochschulen schaffen sollte. Der in § 70 Abs. 1 Ziffer 2 des Hochschulrahmengesetztes vorgeschriebene Fachrichtungsverbund, beamten- und bildungspolitische Gründe und Zweckmäßigkeitserwägungen führten zu einer Entscheidung zu Gunsten einer fachrichtungsübergreifenden Fachhochschule.
Es kam zu einem intensiven Abstimmungs- und Entscheidungsprozess aller an der Fachhochschule des Bundes beteiligten Bundesressorts und bundesunmittelbaren juristischen Personen. In den in diesem Zusammenhang geschlossenen Verwaltungsvereinbarungen wurde ein an einer engen Verknüpfung des Studiums mit den praktischen Aufgabenfeldern orientierter Konsens erreicht, in dem sich eine Vielzahl fachspezifischer Vorstellungen sowohl der obersten Bundesbehörden als auch vor allem der Deutschen Bundesbahn, der Deutschen Bibliothek, der Bundesanstalt für Arbeit, der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, der Bundesknappschaft, der Landesversicherungsanstalt Oldenburg-Bremen sowie der Stiftung preußischer Kulturbesitz widerspiegelten. Die Ausbildungsträger waren zu der Überzeugung gelangt, dass eine fachrichtungsübergreifende dezentrale Organisationsform ebenso viele Vorteile aufweist wie eine eigene Fachhochschule. Die personalwirtschaftlichen Entscheidungen wie Auslese, Einstellung usw. selbst und die Festlegung der Ausbildungsinhalte der Laufbahnen in Ausbildungs- und Prüfungsordnungen blieben bei den Ausbildungsträgern allerdings begrenzt durch von allen zu beachtende Rahmenvorschriften.

Diese Grundentscheidungen mündeten in dem Vorläufigen Errichtungserlass vom 03.10.1978, mit dem die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung gegründet wurde. Ihren Hochschulstatus erwarb die Fachhochschule des Bundes mit der Anerkennung durch die Länder. Rechtsgrundlagen sind § 70 Hochschulrahmengesetz und die Hochschulgesetze der Länder, in denen Teile der Fachhochschule des Bundes ihren Sitz hatten bzw. haben, also Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Die Anerkennungen erstrecken sich mit dem Ziel der Feststellung der Gleichwertigkeit bezüglich der eigenen Verwaltungsfachhochschulen der Länder vor allem auf die Zugangsvoraussetzungen der Studierenden, auf die Organisations- und Personalstruktur sowie auf die vom Ausbildungsbedarf des Bundes bestimmten Studieninhalte einschließlich der Abschlussprüfungen.

Der Anfang

Noch weit vor Beginn des Lehrbetriebs nahmen die zentralen Organe der Fachhochschule ihre Arbeit auf. Der Gründungssenat konstituierte sich am 27. März 1979, das Kuratorium am 19. Juni 1979. Ministerialrat Dr. Manfred Lepper, der vorherige Leiter des Aufbaustabes der Fachhochschule, wurde am 29. März 1979 mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Präsidenten beauftragt und am 27. April 1979 auf Vorschlag des Gründungssenats und im Einvernehmen mit den obersten Dienstbehörden zum Präsidenten bestellt. Die ursprünglichen zehn Fachbereiche der Fachhochschule

  • Allgemeine Innere Verwaltung
  • Arbeitsverwaltung
  • Auswärtige Angelegenheiten
  • Bundeswehrverwaltung
  • Eisenbahnwesen
  • Finanzen
  • Flugsicherung und Wetterdienst / Geophysikalischer Beratungsdienst
  • Öffentliche Sicherheit
  • Post- und Fernmeldewesen
  • Sozialversicherung

wurden in der Zeit vom 1. Januar bis 30. Oktober 1979 konstituiert.

Am 1. Oktober 1979 fand ein feierlicher Eröffnungsakt in der Bonner Beethovenhalle mit dem Festredner Bundesinnenminister Gerhart Baum statt. Gleichzeitig wurde der Lehrbetrieb mit 1.756 Studierenden aufgenommen. Das Lehrpersonal bestand in der Anfangsphase aus 45 Professorinnen und Professoren der Besoldungsgruppe C 3, 46 Professorinnen und Professoren der Besoldungsgruppe C 2, 127 hauptamtlich Lehrenden im höheren und 90 hauptamtlich Lehrenden im gehobenen Dienst. Dabei gingen Entwicklung und Konkretisierung der Lehrpläne einher mit der Vorbereitung und Durchführung der Lehrveranstaltungen. Am 10. Juni 1980 trat erstmalig der gewählte Senat in Anwesenheit des Ersten Ehrensenators der Fachhochschule, Staatssekretär Dr. Günter Hartkopf, zusammen.

Aufgaben und Struktur

Während des dreijährigen Vorbereitungsdienstes ist die Fachhochschule des Bundes für die Durchführung der 18-monatigen Fachstudien mit 2.200 fachtheoretischen Lehrveranstaltungen zuständig. Kennzeichnend für die Struktur des Studiums ist die Aufteilung in Grund- und Hauptstudienabschnitte, wobei die Inhalte des Grundstudiums fachbereichsübergreifend als gemeinsame Erkenntnisbasis für alle Beamtinnen und Beamten des gehobenen Dienstes festgelegt wurden. Dem Grundstudium kommt die Rolle zu, die Einstellungen zu vermitteln, die den Stellenwert der zukünftigen Beamtinnen und Beamten in einem demokratischen und sozialen Rechtsstaat bestimmen, ihre Flexibilität zu fördern sowie ihre Fähigkeit und Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit zu verbessern. Im Grundstudium kommt der verwaltungspolitische Grundsatz zum Ausdruck, dass die Angehörigen des mittleren Managements in den verschiedenen Fachrichtungen der Bundesverwaltung ein gewisses einheitliches Maß an Schlüsselqualifikationen zur Erfüllung ihrer Aufgaben brauchen und dass eine auf gemeinsamen Grundlagen aufbauende Ausbildung für die Angehörigen dieser Laufbahngruppe die Austauschbarkeit des Personals wie auch die Kommunikation zwischen den Angehörigen der verschiedenen Fachrichtungen erleichtern würde. Auf dieser curricularen Klammer bauen die fachrichtungsorientierten Hauptstudiengänge auf, deren Lernziele und Lerninhalte sich an den Tätigkeitsfeldbeschreibungen und Funktionsbeschreibungen der Laufbahnen orientieren.

Der Struktur des Studiums entspricht auch die Gliederung der Fachhochschule des Bundes. Die Fachhochschule gliedert sich in den Zentralbereich und die Fachbereiche. Dabei ist der Zentralbereich für alle fachübergreifenden Angelegenheiten der Fachhochschule sowie die Koordinierung der Arbeit der Fachbereiche unter besonderer Berücksichtigung fachhochschuldidaktischer Gesichtspunkte zuständig. Er umfasst die zentralen Einrichtungen, den Lehrbereich Grundstudium und die zentrale Verwaltung. Den Fachbereichen obliegt die Verwaltung und Organisation ihrer Bereiche und die Durchführung des Hauptstudiums. Nach der im Vorläufigen Errichtungserlass zum Ausdruck kommenden Grundkonzeption sollte die Durchführung des Grundstudiums nur ausnahmsweise bei den Fachbereichen liegen.

Demgemäß wurde in der Anfangsphase der Fachhochschule des Bundes das Grundstudium für die Fachbereiche Allgemeine Innere Verwaltung, Eisenbahnwesen, Flugsicherung und Wetterdienst / Geophysikalischer Beratungsdienst, Öffentliche Sicherheit und Post- und Fernmeldewesen im Zentralbereich durchgeführt, während die Fachbereiche Arbeitsverwaltung, Auswärtige Angelegenheiten, Bundeswehrverwaltung, Finanzen und Sozialversicherung das Grundstudium selbst durchführten.

Einheit und Vielfalt -
der Zentralbereich und die Fachbereiche

Die folgende Schilderung orientiert sich an den Fachbereichen der Fachhochschule des Bundes in der Startphase. Auf spätere Veränderungen infolge von Privatisierungen wird bei der Darstellung des jeweiligen geschichtlichen Abschnitts eingegangen.

Der Zentralbereich und der Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung wurde zunächst bis zur Fertigstellung des Gebäudekomplexes in Brühl in einem angemieteten Bürogebäude in Köln-Zollstock untergebracht. Der Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung führt die Hauptstudiengänge für die Studierenden der Laufbahn des gehobenen nichttechnischen Dienstes in der allgemeinen und inneren Verwaltung des Bundes durch. Das Bundesverwaltungsamt in Köln als zuständige Ausbildungsbehörde entsendet die Studierenden zu den fachtheoretischen Studienabschnitten an den Fachbereich. Die Absolventinnen und Absolventen werden sowohl in Querschnittsaufgaben als auch in den unterschiedlich fachlich geprägten Aufgabenbereichen von Behörden tätig.

In der Bundesanstalt für Arbeit bestand bereits seit 1975 eine eigene Fachhochschule mit Anerkennung durch das Land Baden-Württemberg. Nach einem längeren Prozess interner Abwägung in den Selbstverwaltungsgremien der Bundesanstalt für Arbeit wurde diese Fachhochschule 1979 durch Verwaltungsvereinbarung mit der Bundesregierung Teil der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung. Für diesen Fachbereich Arbeitsverwaltung wurde ein Neubau auf dem Gelände des Mannheimer Flughafens Neuostheim errichtet. Die Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs sind in den unterschiedlichen Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit in den Bereichen Arbeitsvermittlung / Arbeitsberatung, Berufsberatung, Leistung und Verwaltung tätig.

Im Fachbereich Auswärtige Angelegenheiten wird das Fachhochschulstudium zusammen mit den anderen Laufbahnen an der Aus- und Fortbildungsstätte des Auswärtigen Amtes durchgeführt. Das so genannte "Ausbildungsstättenkonzept" soll sicherstellen, dass schon während der Ausbildung ein Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Laufbahnen entsteht, das für die gemeinsame Arbeit in den Auslandsvertretungen von besonderer Bedeutung ist, um die mit dem häufigen Wechsel von Arbeitsort und -gebiet im Auswärtigen Amt einhergehenden Belastungen und Härten abzufedern. Die Aus- und Fortbildungsstätte des Auswärtigen Amtes und damit auch der Fachbereich folgt der Zentrale des Amts nach Berlin und bezieht 2005 die neue Liegenschaft in Berlin-Tegel. Beamtinnen und Beamte des gehobenen Auswärtigen Dienstes werden im Inland in der Zentrale des Auswärtigen Amtes und bei den deutschen Auslandsvertretungen eingesetzt.

Der Fachbereich Bundeswehrverwaltung war zunächst auf Einrichtungen in Mannheim und Waldbröl verteilt. Durch Erweiterung insbesondere der Unterkunftsbereiche gelang es, den Fachbereich insgesamt in Mannheim, direkt neben dem Gebäude des Fachbereichs Arbeitsverwaltung - unterzubringen. Die Absolventinnen und Absolventen werden in der territorialen Wehrverwaltung, im Logistikbereich und in der Truppenverwaltung tätig.

Die Fachbereiche Eisenbahnwesen und Post- und Fernmeldewesen (später Post und Telekommunikation) bereicherten die Fachhochschule des Bundes mit Studienplänen, die neben den gemeinsamen Schlüsselqualifikationen an Unternehmenszielen ausgerichtet waren. Diese Fachbereiche ergänzten die in erster Linie auf Gesetzesvollzug und Bewahrung der Rechtsstaatlichkeit ausgerichteten Denkkategorien der klassischen öffentlichen Verwaltung durch ihre mehr unternehmerische, betriebswirtschaftliche Sichtweise der staatlichen Aktivitäten und prägten damit Lehre und Denkweise in der Fachhochschule wesentlich. Die Hauptstudiengänge wurden für den Fachbereich Eisenbahnwesen in Mainz und für den Fachbereich Post und Telekommunikation in Dieburg durchgeführt.

Der Fachbereich Finanzen nahm seinen Lehrbetrieb zunächst am Standort Sigmaringen im Bildungszentrum der Bundesfinanzverwaftung auf. Ausgebildet wurden damals neben den Nachwuchskräften für den gehobenen Dienst der Zollverwaltung auch die der Bundesvermögensverwaltung. In Sigmaringen waren bei steigenden Einstellungsquoten die Unterbringungskapazitäten alsbald erschöpft. Nach einer langen „Übergangszeit" mit Anmietungen in der Nachbarschaft und Nachbarorten wurde in Münster ein neues Bildungszentrum der Bundesfinanzverwaltung insbesondere zur Aufnahme des Fachbereichs Finanzen der Fachhochschule errichtet. Hier wurde der Lehrbetrieb im Juli 1987 aufgenommen und für eine Übergangszeit der Fachbereich Finanzen in die Abteilungen Sigmaringen und Münster aufgegliedert. Seit August 1991 findet die Fachhochschulausbildung für den Fachbereich Finanzen ausschließlich in den Gebäuden des Bildungszentrums der Bundesfinanzverwaltung in Münster statt.

Der Fachbereich Flugsicherung und Wetterdienst / Geophysikalischer Beratungsdienst war zunächst mit der Abteilung Flugsicherung in München und Seeheim und mit der Abteilung Wetterdienst in Neustadt / Weinstraße untergebracht. 1987 zog der Fachbereich in das Ausbildungszentrum in Langen bei Frankfurt.

Standorte des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit  waren   Lübeck  für  die  Abteilung Bundesgrenzschutz, Wiesbaden für die Abteilung Kriminalpolizei, zunächst Köln und später Heimerzheim für die Abteilung Verfassungsschutz und München, demnächst Berlin, für die Abteilung Besondere Verwendung (später Abteilung Bundesnachrichtendienst). Seit 1999 ist der Bundesgrenzschutz ein eigenständiger Fachbereich mit Sitz in der Bundesgrenzschutz-Liegenschaft Dr. Robert Lehr in Lübeck, wo auch die Grenzschutzschule, die Zentrale Fortbildungseinrichtung für die Führungskräfte, Multiplikatoren und Spezialisten des BGS, beheimatet ist.

Träger des Fachbereichs Sozialversicherung sind die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, die Landesversicherungsanstalt Oldenburg-Bremen und die Bundesknappschaft. Sitz des Fachbereichs ist das Ausbildungszentrum der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin-Wilmersdorf.

Aufbruch

Die erste Hälfte der achtziger Jahre unter dem Präsidenten Prof. Dr. Lepper war geprägt von einer Aufbruchsstimmung. Die Fachhochschule entwickelte eigene Studienpläne für das Grundstudium und die Hauptstudiengänge. Die curriculare Gestaltung des Studienplans für das Grundstudium wurde von dem Gedanken geprägt, dass berufliches Handeln in den Behörden stets die integrative Anwendung der Erkenntnisse vieler unterschiedlicher Einzelwissenschaften erfordert. Praxisorientierung des Grundstudiums erforderte daher ein integratives Konzept der Curriculumentwicklung, das die Aufsplitterung der Lerninhalte entlang der Trennungslinien universitärer Einzeldisziplinen vermeidet. Die Studienplankommission / eine Kommission des Senats, die sich mit übergreifenden Fragen des Grund- und Hauptstudiums beschäftigt / wurde zu einer ständigen Einrichtung der Fachhochschule.

Die Reformbestrebungen hinsichtlich Studienplänen fanden ihren Ausdruck in der Thematik mehrerer Jahrestagungen. Von der Jahrestagung 1983 „Das Regierungs- und Verwaltungshandeln als curriculares Schlüsselthema für das Studium an der FH Bund" über die Fachtagung der Fachhochschulen des Bundes und der Länder beim Fachbereich Post- und Fernmeldewesen in Dieburg 5. bis 7. Dezember 1984 mit dem Thema "Moderne Informationstechnik und Verwaltung" bis zur Jahrestagung  1985 zur Fortentwicklung des fachrichtungsübergreifenden Grundstudiums zieht sich der Bogen der Diskussion um die Weiterentwicklung des Curriculums des Grundstudiums. Deutlich sichtbar werden die die Studienreform prägenden Gedanken zur Integration der Studienfächer in der Implementierung einer Einführungs- bzw. Orientierungsveranstaltung „Einführung in die öffentliche Verwaltung". Mit der Durchführung dieser Veranstaltung begannen zunächst die Fachbereiche Sozialversicherung und Auswärtige Angelegenheiten und der Zentralbereich. Im Jahr 1985, 4,5 Jahre nach Gründung der Fachhochschule des Bundes, gaben die Kultusministerien der Länder ihre Zustimmung zur Verleihung eines Hochschuldiploms an die Absolventinnen und Absolventen.

Die Fachhochschule knüpfte zunehmend internationale Kontakte. Am 23. November 1983 unterzeichneten die Vertreter des Institut Régional d'Administration de Lille und der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Rhöndorf eine Partnerschaftsvereinbarung, in der sich beide Partner verpflichteten, den Austausch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Studentinnen und Studenten sowie von Informationen und Erfahrungen zu fördern. Damit wurde die seit 1981 bestehende Zusammenarbeit auf eine vertragliche Grundlage gestellt. Seit 1981 wurden jährlich Studienfahrten nach Israel durchgeführt. Im Mittelpunkt dieser Studienfahrten stand ein Seminar- und Vortragsprogramm, das wesentlich in Zusammenarbeit mit der Zentralen Verwaltungsschule Jerusalem durchgeführt wurde. In den 80er und 90er Jahren besuchten zahlreiche Fachleute aus dem Bereich der Verwaltungsausbildung in Israel auf Einladung der Fachhochschule des Bundes verschiedene Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung und weitere öffentliche Einrichtungen in Deutschland.

In dem Zeitraum von 1979 bis 1985 entwickelten sich die Studierendenzahlen zunächst stürmisch nach oben: von 1.756 im Jahr 1979 auf 8.595 im Jahr 1984, und fielen 1985 wieder leicht auf 7.852.

Konsolidierung

Den Amtswechsel vom Gründungspräsidenten Herrn Prof. Dr. Manfred Lepper zu Herrn Dr. Hubert Minz am 24. Mai 1985 bezeichnete der neue Präsident als Überleitung der Aufbauphase in die Konsolidierungsphase. Die Jahre von 1985 bis 1989 waren geprägt von einer Festigung der Stellung der Fachhochschule des Bundes bei ständig ansteigenden Studierendenzahlen, aber auch von heftig geführten Diskussionen über den Hochschulcharakter, die Rechte und Pflichten der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer und über die Qualität und die Rahmenbedingungen der Lehre.

In seiner Sitzung am 31. März 1987 setzte der Senat der Fachhochschule des Bundes durch Beschluss einen Schlussstrich unter die Vorarbeiten der Fachhochschule für den neuen Studienplan für das Grundstudium. Nach Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden konnte dieser Studienplan ab Wintersemester 1987/88 umgesetzt werden. Damit war die Curriculumentwicklung vorläufig zum Abschluss gekommen und es konnte die Phase der Implementierung des Curriculums beginnen. Da sich allerdings die Curriculumentwicklung in einem ständigen Prozess von Umsetzung und Überprüfung vollzieht, stellt die Curriculumreform eine Daueraufgabe dar, die grundsätzlich nie abgeschlossen ist.

Die Auslandskontakte der Fachhochschule des Bundes wurden weiter ausgebaut. Am 19. November 1987 wurde im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Fakultätsclub der Hebräischen Universität in Jerusalem eine Partnerschaftsvereinbarung zwischen der Fachhochschule des Bundes und der Israelischen Civil Service Commission, insbesondere mit ihrer Abteilung für Aus- und Fortbildung sowie ihrer zentralen Verwaltungsschule in Jerusalem, unterzeichnet. Damit bekam ein bis dahin fast schon 8 Jahre währender Prozess der Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Institutionen, in die von deutscher Seite auch die Verwaltungsfachhochschulen der Länder einbezogen wurden, einen formellen Rahmen und eine neue Dimension. Auch in den Fachbereichen wurden Kontakte zu ausländischen Institutionen gepflegt. Beispielhaft sei hier auf Gäste aus dem Sudan, aus Peru und aus der Volksrepublik China im Bildungszentrum der Finanzverwaltung und damit auch im entsprechenden Fachbereich der Fachhochschule des Bundes im Jahr 1986 verwiesen.

Am 11. Oktober 1989 feierte die Fachhochschule des Bundes in einem Festakt in dem von dem barocken Baumeister Balthasar Neumann gestalteten historischen Treppenhaus des Schlosses Augustusburg in Brühl ihr 10-jähriges Bestehen.

Der Status der Fachhochschule des Bundes ist gekennzeichnet durch den Charakter einer mit dem Recht der Selbstverwaltung ausgestatteten Körperschaft und durch ihre Eigenschaft als ressortübergreifende staatliche Einrichtung des Bundes. Beides findet seinen Ausdruck in der Struktur der Hochschulorgane, die die Mitwirkungsrechte der Hochschulmitglieder sicherstellen, und der in gemeinsamer Verantwortung von allen Bundesressorts und den Einrichtungen der mittelbaren Bundesverwaltung wahrgenommenen Aufsicht gegenüber der Fachhochschule des Bundes. Dieser Doppelstatus hat schon bald nach ihrer Gründung zur Charakterisierung der Fachhochschule des Bundes als einer „Hochschule im Spannungsfeld zwischen Hochschulrecht und Beamtenrecht" geführt und ist Gegenstand anhaltender Diskussionen. Einen vorläufigen Höhepunkt erreichten die Auseinandersetzungen zu diesem Thema Ende der 80er Jahre, als die Diskussion um den Charakter der Fachhochschule über eine große Anfrage vom 18. August 1988 sowie einen Antrag der SPD-Fraktion vom 10. März 1989 bezüglich der Schaffung einer gesetzlichen Grundlage bis in den Deutschen Bundestag hinein geführt wurde.

Trotz oder gerade wegen der engagiert geführten Diskussionen, die für die Selbstfindung einer Institution wichtig sind, erfüllte die Fachhochschule die ihr gestellte Aufgabe zur Zufriedenheit sowohl der Ausbildungsträger als auch der Studierenden. In der Phase der Konsolidierung stiegen die Studierendenzahlen von 7.852 im Jahr 1985 auf 9.094 im Jahr 1989 an. Die Zahl der Lehrenden stieg von 306 hauptamtlich Lehrenden im Jahr 1981 auf 401 Lehrende im Jahr 1990. Die hauptamtlich Lehrenden - Professorinnen und Professoren, Lehrende auf Zeit und Lehrende für besondere Aufgaben - wurden zunehmend unterstützt durch nebenamtlich Lehrende.

Herausforderungen...

Die Jahre von 1990 bis etwa 1998 brachten erhebliche Veränderungen für die Fachhochschule des Bundes mit sich. Eckpunkte sind dabei die Deutsche Wiedervereinigung und die damit verbundenen Aus- und Fortbildungsaufgaben, die Privatisierung der großen Betriebsverwaltungen Bundespost und Bundesbahn und der mit beiden Ereignissen verbundene Aufwuchs und Abbau des Personalkörpers sowie die Sparzwänge in den öffentlichen Haushalten.

1990 wurde die Abteilung Bibliothekswesen des Fachbereichs Allgemeine Innere Verwaltung aufgelöst. Da sich die Ausbildung der Bibliothekare auf das im Zentralbereich durchgeführte Grundstudium beschränkte, die Hauptstudiengänge an den Fachhochschulen für Bibliothekswesen der Länder durchgeführt worden waren bedeutete dies keine einschneidende Änderung.
Anfang der 90er Jahre verlief die Entwicklung in den Fachbereichen durchaus unterschiedlich. Im Fachbereich Arbeitsverwaltung erhöhte sich die Studierendenzahl, hinzu kamen Aufgaben im Bereich der Beratung und Schulung von osteuropäischen Ländern beim Aufbau von Arbeitsverwaltungen. Am 17. Mai 1993 nahm der Fachbereich Arbeitsverwaltung den Lehrbetrieb in seiner Dependance Schwerin auf.

Ebenfalls erhöhte Einstellungszahlen verzeichnete der Fachbereich Finanzen, der mit Wirkung vom 1. August 1991 seinen Sitz von Sigmaringen nach Münster verlegte.

Die Erhöhung des Personalbestandes des Bundesgrenzschutzes durch Einrichtung des Grenzschutzpräsidiums Ost und die Übernahme von Aufgaben der Bahnpolizei und der Sicherheit auf Flughäfen bedingten einen verstärkten Nachwuchsbedarf. Zusätzlich führte die Erweiterung der Aufgaben des Bundesgrenzschutzes auf Bahnpolizei und Sicherheit des Luftverkehrs zur Notwendigkeit der Revision der Studienpläne der Abteilung Bundesgrenzschutz im Fachbereich Öffentliche Sicherheit. Auch im Fachbereich Sozialversicherung führten die Neuregelungen durch das Rentenreformgesetz, das Fremdrentenrecht sowie den Einigungsvertrag zu einer völligen Neuüberarbeitung der Studienpläne.

Die Arbeit des Fachbereichs Flugsicherung und Wetterdienst / Geophysikalischer Beratungsdienst war 1990 geprägt von der Konsolidierung der gerätetechnischen Ausstattung, von einer totalen Auslastung der Lehrkapazitäten infolge der sprunghaft gestiegenen Zahl der Studierenden in der Abteilung Flugsicherung und von der Erarbeitung von Fortbildungsplänen für das Personal der Flugsicherungsdienste aus dem Beitrittsgebiet. In Hinblick auf die Privatisierung der Flugsicherung wurden im Oktober 1990 allerdings die letzten Studierenden der Abteilung Flugssicherung eingestellt.

Der Zentralbereich wurde vom Bundesministerium des Innern mit der Durchführung von Seminaren über „Rechtsstaatliche Grundlagen des Verwaltungshandelns" für Verwaltungsangehörige aus den neuen Bundesländern auf der Funktionsebene des gehobenen Dienstes beauftragt. Die Fachhochschule des Bundes entwickelte entsprechend dem Auftrag des Bundesministeriums des Innern eine insgesamt 10 Wochen umfassende Qualifizierungsmaßnahme, die mit einem Leistungstest im Staats- und verfassungsrechtlichen Seminarteil abschloss. Mit einer Pilotveranstaltung vom 26. November bis 14. Dezember 1990 nahm die Fachhochschule ihre neue Fortbildungsaufgabe in den Räumen des ehemaligen Ministeriums des Innern in Berlin auf. Nach umfangreichen Vorbereitungs- und Instandsetzungsarbeiten wurde am 13. Mai 1991 mit einer ersten Seminarveranstaltung der Fortbildungsbetrieb am Standort einer ehemaligen Polizeihochschule am Wukensee in Biesenthal, 40 km nordöstlich von Berlin, aufgenommen. Damit verstärkte sich auch der Personalkörper der Fachhochschule des Bundes um die dort in Bewirtschaftungs- und Verwaltungsaufgaben tätigen 28 Bediensteten. Die Fortbildungsaufgabe für Bedienstete aus den neuen Bundesländern in Berlin und Biesenthai wurde mit Ablauf des Jahres 1996 eingestellt. Insgesamt wurde im Rahmen dieser Maßnahme ca. 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das fachübergreifende Grundwissen für eine ordnungsgemäße Verwaltungstätigkeit vermittelt.

Auch im Fachbereich Bundeswehrverwaltung mit sinkenden Studierendenzahlen wurden seit 1990 für ostdeutsche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der zivilen Bundeswehrverwaltung dreiwöchige Grundlehrgänge  Wehrverwaltung und  zweimonatige Aufbaulehrgänge (seit 1992) durchgeführt. Diese Fortbildungsmaßnahmen wurden um eine am Arbeitsplatz ausgerichtete fachspezifische Fortbildung ergänzt.

Seit dem Wintersemester 1991/1992 führten der Zentralbereich und der Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung der Fachhochschule des Bundes auch die Ausbildung von Studierenden aus dem Freistaat Sachsen und dem Land Sachsen-Anhalt durch. Nach Einrichtung eigener Verwaltungsfachhochschulen in diesen Bundesländern wurden letztmalig im Sommersemester 1995 Studentinnen und Studenten aus diesen Bundesländern im Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung ausgebildet.

... und tiefe Einschnitte

Neben neuen Aufgaben gab es aber auch Einschnitte mit erheblicher Bedeutung für die Fachhochschule des Bundes.

Mit Wirkung vom 1. November 1993 wurde die Abteilung Flugsicherung des Fachbereichs Flugsicherung und Wetterdienst / Geophysikalischer Beratungsdienst aufgelöst. Die gesamte Liegenschaft des Ausbildungszentrums Langen ging in den Besitz der Deutschen Flugsicherungs-GmbH über. Die weitere Nutzung der bisherigen Räume des Fachbereichs Wetterdienst / Geophysikalischer Beratungsdienst konnte vertraglich sichergestellt werden.

Am 15. Juli 1992 wurde die Privatisierung der Deutschen Eisenbahnen beschlossen. Nachdem die Deutsche Bahn AG sich nicht zur Übernahme oder Beteiligung an einem im Fachbereich Eisenbahnwesen entwickelten Ausbildungsmodell entschließen konnte, war der Fachbereich gezwungen, sich unter Anpassung an das rückläufige Aufkommen auf die Abwicklung der noch anstehenden Ausbildungsaufgaben, vor allem im Rahmen des Laufbahnaufstiegs, zu beschränken. Ab dem Wintersemester 1994/95 gab es beim Fachbereich Eisenbahnwesen keine Zulassung mehr von Studienanfängerinnen und Studienanfängern bzw. Aufstiegsbeamtinnen und Aufstiegsbeamten. Mit einem letzten Prüfungstermin am 20. Juli 1999 hatte der Fachbereich Eisenbahnwesen seine Aufgaben in Lehre und Prüfung abschließend erfüllt.

Der Fachbereich Post- und Fernmeldewesen wurde in diesem Zeitraum geprägt von der Strukturreform der Deutschen Bundespost. Neben der Änderung der Bezeichnung des Fachbereichs in „Fachbereich Post und Telekommunikation" führten die Trennung der Hoheits- und Unternehmensaufgaben der Bundespost sowie die Errichtung der drei Unternehmen Postdienst, Telekom und Postbank zu Folgen für die Fachhochschulausbildung. Nachdem den Veränderungen durch eine schnelle und tiefgreifende Umgestaltung des bisherigen Studienplans und die Einführung von drei an den Anforderungen der Unternehmen orientierten neuen Studienplänen Rechnung getragen wurde, beschloss der Vorstand der Telekom dennoch am 2. November 1994, den Fachbereich Post und Telekommunikation nach Durchführung der Laufbahnprüfung 1997 aufzulösen.

Das Ausscheiden der großen Fachbereiche Eisenbahnwesen und Post und Telekommunikation führte zu erheblichen Einbrüchen bei der Zahl der Studierenden. Die Studienanfängerinnen und Studienanfänger dieser Fachbereiche hatten über viele Jahre hinweg über die Hälfte der Studienkapazität des Zentralbereichs in Anspruch genommen. Zusammen mitd er zurückhaltenden Einstellungspraxis bei Studierenden der Laufbahn der Allgemeinen Inneren Verwaltung führte dieser Einbruch bei den Studierendenzahlen zum einen zu einer erheblichen Verunsicherung des Personals der Fachhochschule und zum anderen zu einer Erweiterung der Ausrichtung der Fachhochschule des Bundes.

Erweiterung der Aufgaben

Nach dem starken Rückgang der Studierendenzahlen ergab sich eine Erweiterung der Aufgaben dadurch, dass die Fachhochschule des Bundes beauftragt wurde, gemeinsam mit der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung Fortbildungsseminare zu konzipieren und mit eigenen Dozenten durchzuführen. In Zusammenarbeit mit der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung wurden daraufhin Seminare aus den Bereichen Führungslehre, Betriebswirtschaftslehre, Haushalts-, Zuwendungs- und Auftragswesen und Personalvertretungsrecht entwickelt. Hinzu kam die behördenspezifische Fortbildung für die unterschiedlichsten Ressorts und Behörden sowie fünf vierwöchige Grundlehrgänge und sechs zweiwöchige Aufbaulehrgänge im Rahmen eines Qualifizierungsprogramms für Bedienstete der Landes- und Kommunalverwaltung des Freistaats Sachsen.

Eine zweite neue Aufgabe der Fachhochschule des Bundes stellte die Unterstützung und Beratung mittel- und osteuropäischer Staaten dar. Im Rahmen des Unterstützungsprogramms TRANSFORM wurden Veranstaltungen für Verwaltungsangehörige der Russischen Föderation und der Republik Belarus sowohl in Deutschland als auch in Moskau und Minsk durchgeführt. Neben die bewährten Auslandskontakte mit dem Institut Regional d'Administration de Lille und der Zentralen Verwaltungsschule Jerusalem traten intensive Kontakte zum Personalamt der Regierung der Russischen Föderation, zur Verwaltungshochschule der Stadt Moskau, zur Akademie für Verwaltung in Minsk und zur Hochschule für Staatsverwaltung in Budapest. Was als Auftragsarbeit der Fachhochschule für das Bundesministerium des Innern im TRANSFORM-Programm begonnen hatte, verdichtete sich im Lauf von sechs Jahren zu einer intensiven Ausbildungs- und Hochschulkooperation. Auf dieser Grundlage wurde 1999 ein Partnerschaftsabkommen mit der Staatlichen Universität für Management in Moskau unterzeichnet und ein weiteres mit dem Institut für öffentliche Verwaltung und soziale Studien an der Staatlichen Moskauer Lomonossow-Universität vorbereitet.

Neben den Aktivitäten im Rahmen des TRANSFORM-Programms gab es zahlreiche Anfragen aus verschiedenen anderen Regionen Osteuropas und der Welt, so etwa aus der Ukraine, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowenien, Turkmenistan, China, Vietnam und Südafrika. Auch die Fachbereiche bauten Auslandsbeziehungen auf. Als Beispiel seien hier nur die vielfältigen Kontakte des Fachbereichs Finanzen aufgeführt, der besondere Auslandsbeziehungen zur Zollverwaltung der Russischen Föderation sowie mit Zollbediensteten Rumäniens, Bulgariens, der Mongolei, Kirgisiens, Kasachstans, der Slowakei, Polens und der Ukraine aufnahm.

Nach dem Ausscheiden des Präsidenten Dr. Minz wurde am 10. November 1993 der langjährige Leiter des Fachbereichs Post und Telekom Klaus Reichardt aus seiner Tätigkeit in der Generaldirektion Telekom zum dritten Präsidenten der Fachhochschule des Bundes ernannt. In seine Amtszeit fällt unter anderem die offizielle Eröffnung des Neubaus der Fachhochschule des Bundes für den Zentralbereich und den Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung in Brühl am 14. Dezember 1994 durch den Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Franz Kroppenstedt. Damit war die infolge unerwarteter Hindernisse bei der Planung und Realisierung des Neubaus länger als ursprünglich erwartet dauernde provisorische Unterbringung des Zentralbereichs und des Fachbereichs Allgemeine Innere Verwaltung beendet.

Veränderungen

Die Fachhochschule des Bundes setzte sich auch in den 90er Jahren mit der Entwicklung in der öffentlichen Verwaltung aktiv auseinander. Auf der 1995 stattfindenden Jahrestagung "New Public Management - mehr Effektivität und Effizienz in die Bundesverwaltung" konnte die Fachhochschule als prominentesten Redner den damaligen stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Otto Schily, begrüßen. In seiner Rede zum Thema „Verwaltung der Zukunft - was sagt die Politik?" ging er auf Reformfelder wie Verwaltungsstrukturreform, Reform der Ministerialverwaltung und Reform des öffentlichen Dienstrechts ein. Der Bereich der Verwaltungsmodernisierung wurde weiterverfolgt auf der Jahrestagung vom 3. bis 5. Juni 1997 im Fachbereich Arbeitsverwaltung unter dem Thema „Modernisierung der Bundesverwaltung - Aktueller Stand und Perspektiven".

1996 wuchs die Fachhochschule des Bundes um einen Fachbereich: Am 1. Juli 1996 wurde von Vertretern des Bundesministeriums des Innern sowie des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung und vom Verbandsgeschäftsführer der Bundesverbände der landwirtschaftlichen Sozialversicherung eine Vereinbarung über die Errichtung eines Fachbereichs Landwirtschaftliche Sozialversicherung der Fachhochschule des Bundes ratifiziert. Der Fachbereich mit Sitz in Kassel nahm am 1. Oktober 1996 seinen Studienbetrieb auf. Ihm obliegt die Ausbildung des Nachwuchses für die gehobene nichttechnische Funktionsebene bei den Trägern der landwirtschaftlichen Sozialversicherung.

Für den Fachbereich Arbeitsverwaltung ist bereits mit der Errichtung der Akademie für Beratungsfachkräfte der Bundesanstalt für Arbeit im Jahr 1972 der Start der jetzigen Fachhochschulausbildung verbunden. Aus diesem Grund hat der Fachbereich Arbeitsverwaltung bereits 1997 eine 25-Jahr-Feier mit einem außergewöhnlichen „3-Präsidenten-Treffen (Josef Stingl, Heinrich Franke, Bernhard Jagoda)" durchgeführt. Dabei wurde in Workshops über die Weiterentwicklung des Fachbereichs angesichts zurückgehender Studierendenzahlen diskutiert. Ein hochschulpolitisch herausragendes Ereignis war im Jahr 1997 die Evaluation des Fachbereichs Arbeitsverwaltung durch eine Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrats.

Da mit der stark abnehmenden Zahl der Studierenden am Zentralbereich und am Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung im Gebäude der Fachhochschule in Brühl räumliche Kapazitäten frei wurden, zog 1996 das zur Bundeszentrale für politische Bildung gehörende Ost-West-Kolleg in das Gebäude in Brühl ein. 1998 folgte die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung. Es wurde eine Verwaltungsgemeinschaft gegründet, die administrative Aufgaben sowohl für den Zentralbereich und den Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung als auch für die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung wahrnimmt. Der Fachbereich Öffentliche Sicherheit nahm 1998 ein neues Lehrsaalgebäude für die Abteilung Bundesgrenzschutz in Betrieb und führt weitere Modernisierungsarbeiten für Lehrsäle und Wohneinheiten durch.

Die Entwicklung der Studierendenzahlen im Zeitraum von 1990 bis 1999 spricht für sich: Von 9.231 Studierenden im Jahr 1990 steigt die Zahl auf den Spitzenwert von 11.359 Studierenden im Jahr 1993 an, um dann im Jahr 1999 auf 5.372 Studierende einzubrechen. Auch die Zahl der hauptamtlich Lehrenden steigt von 401 im Jahr 1990 auf den Spitzenwert von 473 im Jahr 1994 an, um sich bis zum Jahr 1999 wieder auf 354 - das entspricht fast genau der heutigen Zahl - zurückzuentwickeln. Angesichts der Ungewissen Situation verließen leider viele gerade gewonnene qualifizierte junge Wissenschaftler die Fachhochschule nach kurzer Zeit wieder.

Ein neuer Anfang

Nicht nur der Wegfall bedeutender Fachbereiche, sondern auch die zurückhaltende Einstellungspraxis machten Mitte der 90er Jahre der Fachhochschule des Bundes schwer zu schaffen. Deshalb war es ein wichtiges Ereignis, dass der Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung nach 3 Jahren Abstinenz den Ausbildungsbetrieb im Oktober 1998 wieder mit 2 Kursen aufnehmen konnte. Eine umfangreiche Reform der Hauptstudiengänge im Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung konnte 1999 abgeschlossen werden. Damit werden durch seminaristisches und projektorientiertes Arbeiten und Lernen mehr methodische und soziale Kompetenzen vermittelt, wird durch die Unterscheidung in Kern- und Schwerpunktstudien ein hoher Anteil an Wahlmöglichkeiten geschaffen und werden neue inhaltiche Felder wie Europa und Verwaltungsmanagement erschlossen. Besonderer Wert wurde auf eine bessere Verzahnung der theoretischen und praktischen Studienabschnitte gelegt. Die Studierenden des Fachbereichs Allgemeine Innere Verwaltung waren die Ersten, die eine Diplomarbeit schrieben.

Mit Ablauf des 31. Dezember 1998 wurde aus der Abteilung Bundesgrenzschutz im Fachbereich öffentliche Sicherheit ein eigener Fachbereich Bundesgrenzschutz. Die Bedeutung des Fachbereichs Bundesgrenzschutz im Konzert der Fachbereiche der Fachhochschule des Bundes hat durch zusätzliche Einstellungen von Personal zur Abwehr der mit den Anschlägen vom 11. September 2001 deutlich gewordenen terroristischen Gefahren sowie durch ein umfangreiches Stellenhebungsprogramm seit 1999, mit dem den ständig wachsenden Anforderungen an die Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten Rechnung getragen wird, deutlich zugenommen. Mehr Neueinstellungen sind auch im Bereich des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit zu verzeichnen. Sowohl der Fachbereich Bundesgrenzschutz als auch der Fachbereich Öffentliche Sicherheit entsenden ihre Studierenden in das fachübergreifende Grundstudium am Zentralbereich der Fachhochschule. Dabei sei darauf hingewiesen, dass auch fachübergreifende Studieninhalte nach Möglichkeit anhand exemplarischer Lerngegenstände aus dem fachlichen Umfeld der Studierenden vermittelt werden. Die Stärke der internen Fachhochschule liegt gerade in ihrer Praxisnähe und ihrer gezielten Ausrichtung auf den Aufgabenbereich der Bundesverwaltung.

Im Zuge der Umorganisation und Umbenennung des Geophysikalischen Beratungsdienstes wurde der Name des Fachbereiches Wetterdienst / Geophysikalischer Beratungsdienst verkürzt zu Fachbereich Wetterdienst. Ende der 90er Jahre erhoffte man durch Einstellung diplomierter Absolventinnen und Absolventen externer Fachhochschulen in den Fachrichtungen Mathematik, Physik oder Informatik mit dem Nebenfach Meteorologie den eigenen Ausbildungsaufwand zu reduzieren. Das Nebenfach Meteorologie, das bis dato an keiner externen Fachhochschule im Bundesgebiet vertreten war, sollte an ausgewählten Fachhochschulen eingeführt werden. An der FH Darmstadt wurden von Dozenten des Fachbereiches Vorlesungen zur Einführung in die Meteorologie als Wahlpflichtfach gehalten. Wie sich bald herausstellte, war es nicht möglich mit dem neuen Ausbildungskonzept eine hinreichende Anzahl geeigneter Nachwuchskräfte für den gehobenen Wetterdienst zu gewinnen. Aus diesem Grund wurde die Ausbildung am Fachbereich Wetterdienst auf der Grundlage einer neuen Laufbahn-, Ausbildungs- und Prüfungsordnung und eines neuen Studienplans nach vierjähriger Pause im Oktober 2002 wieder aufgenommen. Damit werden die oben gemachten Ausführungen zur Stärke der internen Fachhochschule bestätigt.

Auch die Aktivitäten der Fachhochschule im Fortbildungsbereich setzten sich zunächst fort. Vor dem Hintergrund eines vom Bundesministerium der Finanzen mit Unterstützung der Unternehmensberatung Arthur D. Little ausgearbeiteten Konzepts einer Standard-Kosten- und -Leistungsrechnung für die Bundesverwaltung wurde die Fachhochschule des Bundes Anfang 1998 mit der Durchführung von Schulungen im Rahmen der Einführung einer Kosten- und Leistungsrechnung beauftragt. Es wurden zahlreiche differenzierte Seminartypen für unterschiedliche Adressatengruppen - Führungskräfte, Produkt- und Kostenstellenverantwortliche, Haushälter und Personalräte - auf der Grundlage einer Modularisierung der Lerninhalte entwickelt und durchgeführt.

Nachdem die Amtszeit des Präsidenten Klaus Reichardt am 9. November 1999 ausgelaufen war, trat am 1. Februar 2000 der vierte Präsident der Fachhochschule des Bundes, Herr Dr. Olaf Koglin, sein Amt an.

In ihren letzten Jahrestagungen beschäftigte sich die Fachhochschule intensiv mit dem Einfluss neuer Medien auf die öffentliche Verwaltung und damit auf die Ausbildung. Auf der Jahrestagung der Fachhochschule des Bundes vom 19. bis 21. April 1999 zum Thema "Multimedia in der öffentlichen Verwaltung" wurde diskutiert, wie einerseits Multimedia für die Qualifikation im öffentlichen Dienst genutzt werden kann und welche Anforderungen sich andererseits durch Multimedia für die Beschäftigten ergeben. Mit einer ähnlichen Themenstellung befasste sich die Fachtagung "Interaktive Televerwaltung - Geschäftsprozess-Optimierung im öffentlichen Dienst" im Schöneberger Rathaus vom 23. bis 24. November 2000, die von der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem Behörden-Spiegel durchgeführt wurde.

Erneute Konsolidierung und neuer Aufbruch

Auf die bis in die zweite Hälfte der 90er Jahre sinkenden Studierendenzahlen und die damit verbundene Kapazitätsunterauslastung hatte der Zentralbereich der Fachhochschule u. a. mit zunehmenden Fortbildungsaktivitäten reagiert. Angesichts der sich stabilisierenden Studierendenzahlen wurden die Fortbildungsaktivitäten an die für die Fortbildung des Bundespersonals zuständige Bundesakademie für öffentliche Verwaltung abgegeben. Die Fachhochschule des Bundes entwickelte statt dessen hochschultypische Weiterbildungsangebote für ehemalige Studierende der Fachhochschule des Bundes mit mehrjähriger Berufserfahrung.

In diesem Zusammenhang sind zwei Neuentwicklungen zu erwähnen:
Am 5. November 2001 begann in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg ein Pilotkurs "Zusatzqualifikation Verwaltungsinformatik" mit 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Absolventinnen und Absolventen sollen vor allem "Schnittstellenfunktionen" zwischen Fachaufgaben und Informationstechnik sowie zwischen Behörde und Outsourcingpartnern sowie auch IT-Controllingfunktionen wahrnehmen. Sie erhalten einen umfassenden Überblick über die IT, ohne jedoch zu IT-Spezialisten mit Tiefenwissen in einzelnen kleinen Teilgebieten ausgebildet zu werden. Eine pragmatische und innovative Umsetzungskompetenz soll die Absolventinnen und Absolventen befähigen, die dringend benötigten Gestaltungsaufgaben bei der Konzipierung, Entwicklung und Betreuung von Anwendungssystemen in Fachreferaten der öffentlichen Verwaltung sowie auch Aufgaben direkt in IT-Referaten zu übernehmen.
Im September 2001 wurde das 1. Semester des Aufbaustudiengangs „Europäisches Verwaltungsmanagement" in Zusammenarbeit mit der Technischen Fachhochschule Wildau und der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Berlin mit 42 Studentinnen und Studenten aufgenommen. Das mit dem „Master of European Administrative Management" (MEAM) abschließende Masterstudium vermittelt und vertieft berufsbegleitend Kenntnisse und Fähigkeiten zur europäischen Dimension staatlichen Handelns.

Beim Fachbereich Finanzen unserer Fachhochschule herrscht geradezu Aufbruchstimmung. 2004 sind die Einstellungszahlen für den gehobenen Dienst der Zollverwaltung seit mehreren Jahren zum ersten Mal wieder gestiegen - und das gleich um 50 %. Im Dozentenkollegium steht ein tiefgreifender Generationenwechsel an. Die Lehrenden der ersten Stunde, oft in Führungsfunktionen, werden in den Ruhestand verabschiedet, junge Nachwuchskräfte eingestellt. Aus neuen Aufgaben und anderen Schwerpunkten der Zollverwaltung ergeben sich neue Lehrinhalte. Im Fachbereich Bundeswehrverwaltung dagegen ist, bedingt durch Veränderungen in der Struktur der Bundeswehr und die allgemeine Verknappung der Mittel, ein Rückgang der Ausbildungszahlen zu verzeichnen.

Im Fachbereich Arbeitsverwaltung stieg die Zahl der Studierenden auf 2.192 Ende 2002 an. Neben der Betreuung eines EU-Projekts „Beratung und Begleitung sozial benachteiligter Jugendlicher zur schulischen und beruflichen Integration" nahm der Fachbereich Kontakte mit Ungarn und Polen auf und hielt Kurzseminare für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Volksrepublik China, Rumänien und der Tschechischen Republik ab. Ab Herbst 2000 konnte der Neubau für die Dependance Schwerin des Fachbereichs Arbeitsverwaltung, der Bundesagentur für Arbeit – so der seit 1. Januar 2004 gültige Name -, und seiner Geschäftsstellen hat begonnen und soll bis Jahresende 2004 abgeschlossen sein. Aus geschäftspolitischen Gründen wurden im Jahr 2003 nur sehr wenige und im Jahr 2004 überhaupt keine Nachwuchsbeamtinnen und -beamten des gehobenen Dienstes mehr eingestellt. Als einmaliges Pilotprojekt für Angestellte in der Funktionsebene des gehobenen Dienstes wurde ein neuer Studiengang „Arbeitsförderung" eingerichtet. Ein Verbleiben des Fachbereichs im Verbund der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung erscheint damit zur Zeit ungewiss.

Vom Tiefstand 1999 mit 5.272 Studierenden entwickelte sich die Zahl der Studierenden auf zuletzt 6.131 Studierende. Auf einem bedingt durch den Wegfall der Fachbereiche Eisenbahnwesen und Post und Telekommunikation niedrigeren Niveau ist damit eine Stabilisierung der Studierendenzahlen zu verzeichnen. Wie unsicher das Umfeld aber dennoch ist, zeigt das Beispiel des Fachbereichs Arbeitsverwaltung.

Auch die relative Stabilisierung der Studierendenzahlen verleitet die Mitglieder dieser Hochschule aber nicht zum bequemen Zurücklehnen. Es wurden bereits Reformen eingeleitet und es wird über die zukünftige Rolle dieser Fachhochschule unter vielfältigen Aspekten nachgedacht.
So wurde im Zentralbereich probeweise ein "Dekanatsmodell" eingeführt. Inhalt diese Modells ist die Übertragung von auf das Grundstudium am Zentralbereich bezogenen Aufgaben der Lehrplanung, Grundsatzfragen von Lehre, Weiterbildung und Forschung und des Prüfungswesens als Selbstverwaltungsaufgabe an gewählte Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, die von Verwaltungspersonal unterstützt werden. Als Ergebnisse sind bereits eine innovative Auswirkung auf Inhalt und Durchführung des Grundstudiums sowie eine verbesserte Steuerbarkeit des Zentralbereichs zu verzeichnen.

Die Weiterentwicklung der Studienpläne ist sowohl im Zentralbereich als auch in den Fachbereichen ein ständiger Prozess. Ausgehend von der These, dass Grundlagen von den Studierenden nur wahrgenommen werden, wenn sie einen Bezug zu ihrer Fachrichtung haben, wird an ganzheitlichen, berufsfeldbezogenen Studiengängen in den Fachbereichen gearbeitet.

Die Bildungslandschaft ist in Bewegung geraten. Zur Umsetzung der leistungsbezogenen Professorenbesoldung in einer Rechtsverordnung wurden in einer Arbeitsgruppe des Zentralbereichs und der Fachbereiche anerkannte Ergebnisse erarbeitet. Die praktische Handhabung der Reform der Professorenbesoldung steht der Fachhochschule noch bevor, da viele der Professorinnen und Professoren der ersten Stunde diese Hochschule aus Altersgründen in naher Zukunft verlassen werden.

Eine Hochschule lebt von und durch ihre Mitglieder. Das sind bei der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung neben dem Präsidenten und den Fachbereichsleiterinnen und Fachbereichsleitern die Studierenden, die hauptamtlich und nebenamtlich Lehrenden und die sonstigen Beschäftigten. Hinzu kommen die vielen, die in den Ministerien, Bundesbehörden und bei den bundesunmittelbaren Körperschaften an der Entwicklung dieser Institution mitgewirkt haben und mitwirken. Nur durch ein engagiertes Miteinander ist es möglich, die der Fachhochschule gestellten Aufgaben quantitativ und in hoher Qualität zu erfüllen. Auch wenn sich in einem Rückblick wie diesem, der nur die wichtigsten Eckpunkte aufzuzeigen vermag, vielleicht nicht jeder in dem von ihm erwarteten Umfang wiederzufinden glaubt: Jeder Einzelne hat zum Gelingen der letzten Jahre beigetragen. Die Geschichte der Fachhochschule des Bundes setzt sich nicht zusammen aus Studierendenzahlen oder äußerem Erleben und Geschehen, sie ist die Geschichte der Menschen, die hier studiert haben und die diese Einrichtung und ihre Arbeit getragen haben!

Stand: 30. Januar 2009



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