Fachbereich Wetterdienst
(Langen / Fürstenfeldbruck)
Studiengang: Wetterdienst / Geophysikalischer Beratungsdienst der Bundeswehr
- Ausbildungsinhalte
- Studienvoraussetzungen
- Studienverlauf
- Studienabschluss
- Tätigkeitsfelder nach Beendigung der Ausbildung
- Kontakt
Ausbildungsinhalte
Hauptstudium I:
- allgemeine Meteorologie
- Mathematik/Statistik
- Physik
- Klimatologie
- Anwendungen in der Informationstechnik auf dem Gebiet der Meteorologie
Hauptstudium II:
- synoptische Meteorologie
- meteorologische Beratung
- Flugmeteorologie
- Geografie
- meteorologische Messverfahren
- geophysikalische Beratungsverfahren
- Fachbezogenes Englisch
Praktika:
- synoptisch-technischer Dienst
- Beratungsdienst
- Klimadienst
- meteorologische Messverfahren
Studienvoraussetzungen
Die Bewerber müssen einige Mindestvoraussetzungen, die sich nach den beamtenrechtlichen Bestimmungen (Bundesbeamtengesetz, Bundeslaufbahnverordnung) richten und in der Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den gehobenen, nichttechnischen Dienst des Bundes im Deutschen Wetterdienst und im Geophysikalischen Beratungsdienst der Bundeswehr niedergelegt sind, erfüllen. Sie müssen u.a.
- Deutsche im Sinne des Grundgesetzes (Art. 116) sein oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union (EU) besitzen,
- die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen,
- die Gewähr bieten, für die freiheitlich-demokratische Grundordnung unseres Staates einzutreten,
- die Fachhochschulreife oder eine andere zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder einen hochschulrechtlich als gleichwertig anerkannten Bildungsstand besitzen.
- über geistige und körperliche Eignung (u.a. ausreichendes Sprech-, Seh- und Hörvermögen) verfügen und dürfen
- am Tage der Einstellung in den Vorbereitungsdienst das 32. Lebensjahr, als Schwerbehinderte das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben. Dem Höchstalter von 32 Jahren ist bei Bewerbern, die wegen Betreuung mindestens eines mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Kindes unter 18 Jahren von einer Bewerbung um Einstellung vor Vollendung des 32. Lebensjahres abgesehen haben, je Kind ein Zeitraum von 3 Jahren bis zu einem Höchstalter von 40 Jahren hinzuzurechnen. Gleiches gilt für die Pflege eines nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen nahen Angehörigen.
Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Menschen bevorzugt berücksichtigt.
Die Altershöchstgrenzen gelten nicht für Inhaber eines Eingliederungs- oder Zulassungsscheins und für den durch § 7 Abs. 2 des Soldatenversorgungsgesetzes (SVG) festgelegten Personenkreis (Zeitsoldaten).
Frauen werden ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert und bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Die Bewerber müssen versichern, dass sie innerhalb der Bundesrepublik Deutschland uneingeschränkt versetzungsbereit und uneingeschränkt wechselschichtdienstwillig sind.
Studienverlauf
| Bezeichnung des Abschnittes | Dauer | Ausbildungsort |
|---|---|---|
| Studienabschnitt I, Grundstudium | 6 Monate | FH Bund in Brühl |
| Praktikum I | 6 Monate | FH Bund, Fachbereich Wetterdienst in Langen oder in Fürstenfeldbruck |
| Studienabschnitt II, Hauptstudium I | 6 Monate | FH Bund, Fachbereich Wetterdienst in Langen |
| Praktikum II | 6 Monate | FH Bund, Fachbereich Wetterdienst in Langen oder in Fürstenfeldbruck und an einer Luftfahrtberatungszentrale (LBZ des DWD) oder einer Beratungsstelle der Bundeswehr |
| Studienabschnitt II, Hauptstudium II | 6 Monate | FH Bund, Fachbereich Wetterdienst in Langen oder in Fürstenfeldbruck |
| Praktikum III a | 2 Monate | FH Bund, Fachbereich Wetterdienst in Langen |
| Praktikum III b (Diplomarbeit) | 2 Monate | FH Bund, Fachbereich Wetterdienst in Langen oder in Fürstenfeldbruck und teilweise im Selbststudium |
| Praktikum III c (Prüfungszeit) | 2 Monate | FH Bund, Fachbereich Wetterdienst in Langen |
Der Vorbereitungsdienst dauert 3 Jahre.
Ausbildungsorte sind im wesentlichen die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl bei Köln, das Bildungs- und Tagungszentrum (BTZ) des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Langen/Hessen und das Ausbildungs- und Schulungszentrum des GeoInfoDBw (ASZ) in Fürstenfeldbruck/Bayern.
Mit Ausnahme eines einmonatigen synoptisch-flugmeteorologischen Praktikums an Dienststellen des Deutschen Wetterdienstes oder des GeoInfoDienstes der Bundeswehr mit Flugwetterberatungsdienst werden die Praktika innerhalb des Schulbetriebs absolviert.
Studienabschluss
Die Laufbahnprüfung ist nach der 'Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den gehobenen, nichttechnischen Dienst des Bundes im Deutschen Wetterdienst und im Geophysikalischen Beratungsdienst der Bundeswehr (LAP-gntWDV)' geregelt.
Mit bestandener Prüfung erwerben die Absolventen und Absolventinnen den akademischen Grad bzw. die staatliche Bezeichnung Diplom-Verwaltungsbetriebswirtin (FH) / Diplom-Verwaltungsbetriebswirtin (FH).
Tätigkeitsfelder nach Beendigung der Ausbildung
Schwerpunkte der Tätigkeit des Beamten/der Beamtin des gehobenen Wetterdienstes sind der Wetterberatungs-, Auskunfts- und Vorhersagedienst an Flughäfen und Regionalzentralen. Außerdem die Bearbeitung von Fachfragen und speziellen Problemen im Bereich der Gutachtenerstellung, im agrarmeteorologischen, medizinmeteorologischen und maritim-meteorologischen Dienst, Bearbeitung von Verwaltungs- und Fachfragen, Erstellung von Programmen für fachbezogene IT-Anwendungen, Bedienung und Überwachung der IT-Anlagen, Auswertung von meteorologischen Daten für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. In einzelnen Fällen werden Beamte des gehobenen Dienstes auch als Fachlehrer am Bildungs- und Tagungszentrum (BTZ) in Langen eingesetzt.
Die Tätigkeiten werden durch moderne Techniken (Personal-Computer, Workstations, Großrechner) unterstützt und geprägt.
Kontakt
Redaktion: Fachbereich Wetterdienst (Wetterdienst)
Stand: 6. November 2008

